Rudolf Schlichter

 
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Rudolf                         Schlichter                                                   - Schöne Bergformen
Rudolf Schlichter
"Schöne Bergformen "
1.200 €
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Alexander                      Kanoldt                                                      - Das rote Haus
Alexander Kanoldt
"Das rote Haus "
60.000 €
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Tamara de                      Lempicka                                                     - Étude pour
Tamara de Lempicka
"Étude pour "Jeune Fille dessinant" "
38.000 €
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Franz                          Radziwill                                                    - Stilleben mit Konservendose und Äpfeln / Lied an die Konservendose
Franz Radziwill
"Stilleben mit Konservendose und Äpfeln / Lied an die Konservendose "
25.000 €
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Albert                         Birkle                                                       - Dorfstraße
Albert Birkle
"Dorfstraße "
25.000 €
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Hanns                          Bolz                                                         - Porträt des Kunsthändlers Alfred Flechtheim
Hanns Bolz
"Porträt des Kunsthändlers Alfred Flechtheim "
18.000 €
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Karl Hofer
"Früchtestillleben (Äpfel in Tüte) "
18.000 €
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Alexander                      Kanoldt                                                      - Fabrik hinter Bäumen
Alexander Kanoldt
"Fabrik hinter Bäumen "
14.000 €
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Biografie Kunstmarkt/Service Literatur Impressum
Rudolf Schlichter

Calw 1890
- München 1955


In Calw wird Rudolf Schlichter am 6. Dezember 1890 geboren. Schlichter absolviert ab 1904 in Pforzheim eine Lehre als Emailmaler. Anschließend besucht er, von 1907 bis 1910, die Kunstgewerbeschule in Stuttgart. Der Künstler setzt bis 1916 sein Studium an der Kunstakademie in Karlsruhe fort. Nachdem Schlichter zum Kriegsdienst eingezogen wird, entlässt man ihn nach einem Hungerstreik jedoch wieder. Schlichter kehrt nach Karlsruhe zurück. Der Künstler siedelt 1919 nach Berlin um und wird Mitglied der revolutionären "Novembergruppe". Er schließt sich später den Dadaisten und der KPD an, tritt jedoch 1920 aus der "Novembergruppe" wieder aus. Rudolf Schlichter wird 1924 Schriftführer der kommunistischen Künstlergemeinschaft "Rote Gruppe". Der Künstler gilt schon bald als einer der Hauptvertreter der Neuen Sachlichkeit; Zu seinem Freundeskreis gehören Bert Brecht, Alfred Döblin, Oskar Maria Graf, Erich Kästner und Egon Erwin Kisch. Seinen Lebensunterhalt sichern in dieser Zeit Zeichnungen und Illustrationen für verschiedene Verlage. Rudolf Schlichter zieht sich Ende der zwanziger Jahre aus der Arbeiterbewegung zurück. Er verkehrt mit konservativen Intellektuellen wie Ernst Jünger und tritt wieder in die katholische Kirche ein. Schlichter wird nach dem Ende der Dada-Phase Vertreter des veristischen Flügels der Neuen Sachlichkeit. Die Kunst wird Schlichter zur Waffe im politischen Kampf gegen Großbürgertum und Militarismus. Seine bevorzugten Sujets sind Darstellungen der Großstadt, Straßenszenen, die Subkultur der intellektuellen Boheme und der Unterwelt, Portraits und Erotisches. Schlichter verfasst Anfang der 1930er Jahre eine zweibändige Autobiografie mit den Titeln: "Das widerspenstige Fleisch" und "Tönerne Füsse". 1934 führt eine regimekritische Zeichnung, von Schlichter für die katholische Jugendzeitschrift "Junge Front" gefertigt, zum Ausschluss aus der Reichskammer der bildenden Künste. Weitere Werke Schlichters werden beschlagnahmt. Diese werden in der Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt. Der Künstler zieht 1939 nach München. Schlichter hat in den folgenden Jahren Kontakt zu einem Kreis von Katholiken, die sich um die Zeitschrift "Hochland" gruppieren. Der Herausgeber C. Muth, Theodor Haecker und Hans Scholl gehören u.a.zu diesem Kreis. Durch die Zerstörung seines Ateliers durch Bomben 1942 verbrannte wohl ein Teil von Schlichters Werken. 1946, ein Jahr nach dem Krieg, beteiligt sich Rudolf Schlichter an der "1. Deutschen Kunstausstellung" in Dresden. In dieser Ausstellung ist der Künstler mit seinem surrealistischen Spätwerkvertreten. In Schlichters Schrift "Das Abenteuer der Kunst", die 1949 im Rowohlt Verlag erscheint, begründet er seine Hinwendung zum Surrealismus. Am 3. Mai 1955 stirbt Rudolf Schlichter nach kurzer Krankheit in München.